Stadthalle Buchen

Realisierungswettbewerb   

Ergebnis : 4. Preis

Klare Formen, harmonische Baukörper, einladende Fassaden mit ansprechenden Materialien und der respektvolle Umgang mit den vorgegebenen Straßenräumen und Gebäuden sind charakteristisch für diesen ENTWURF. Eine Halle mit Wiedererkennungswert – ein SYMBOL für eine aufstrebende Stadt.

 

GRUNDIEE des Entwurfes ist die Liaison zweier Baukörper, die zusammen mit der Gestaltung des Außenbereiches der  anspruchsvollen und interessanten Planungsaufgabe gerecht werden.  

Der höhere Baukörper mit Saal und Bühne addiert mit dem etwas abgesetzten niedrigeren Baukörper mit allen Funktionsräumen bildet ein ansprechendes GEBÄUDEENSEMLE mit harmonischer Farbgebung in Mitten der Stadt.
Assoziationen mit dem grauen unteren Muschelkalk und dem rotbraunen Buntsandstein der Region lassen sich nicht leugnen. Dennoch bilden die beiden Baukörper mit ihren jeweiligen Anmutungen eine EINHEIT. Wie die 14 Stadteile auf ihren beiden Gesteinsböden eine Gesamtstadt bilden. 

Der GRUNDRISS besticht durch seine kompakte Form und strukturierte Raumanordnung. Die verschiedenen Bereiche und Gebäudeteile sind klar nach ihren Funktionen gegliedert. Mittelpunkt des gesamten Ensembles bildet das FOYER mit seiner GALERIE von welchem aus alle Bereiche sternförmig zugänglich sind. Der fließende Übergang zwischen FOYER und SAAL lässt Platz für Flexibilität und sorgt für Variabilität. Es wird ein regelrechter Spielraum für Ideen.  Der SAAL besticht durch seine klare Form und die großen zu öffnenden Glasfassaden in Richtung Außenplatz. Durch den Ausblick Richtung Stadt werden hier selbst die Pausen zum Schauspiel.  

 

Der MULTIFUNKTIONSRAUM bildet mit seinen Nebenräumen eine optimale Lösung für eigene Nutzungen. Durch die separate Zugänglichkeit von der Walldürner Straße kann diese Einheit autark genutzt werden und vom restlichen Stadthallenbetrieb abgekoppelt werden.

Der VORPLATZ mit seinen Sitzstufen, dem Wasserspiel und Grün ist ein Treffpunkt für jede Altersgruppe und kann in vielfältigster Art für Veranstaltungen genutzt werden. Durch das Zusammenspiel von Außenraum des Platzes und Innenraum der Halle und des Foyers sind hier alle Möglichkeiten offen. Der Vorplatz ist als Willkommensgeste in Richtung Hauptparkplatz (Musterplatz) gerichtet, zieht den Besucher förmlich an und lädt ihn zum Verweilen ein.

 

Aus STÄDTEBAULICHer Sicht passt sich dass Gebäude harmonisch in die Umgebungsbebauung ein. Die Linienführungen der dominanten Walldürner Straße, der Haagstraße, sowie die der Bebauung der Schützenstraße werden in das Gebäude integriert und resultieren in einem interessanten Formenspiel.

Wichtige Entwurfskriterien sind die relativ großen Abstände zu den drei umliegenden Straßen. Hier wird eine ansprechende AUSSENRAUMgestaltung erzeugt, welche den Aufenthalt vor dem Gebäude liebenswert und attraktiv gestaltet. Ebenso bekommt die denkmalwerte KAPELLE Ihre Bedeutung zurück und kann so mit einfachen Mitteln in Szene gesetzt werden.
Die Einmündung der Schützenstraße in die Haagstraße wird leicht korrigiert und führt zusammen mit dem Vorbereich der Treppe zur Entschärfung der momentanen Situation.

Durch die kompakte Form, die großen Glasfassaden und ein ausgeklügeltes ENERGIEkonzept entsteht hier ein Gebäude, welches nicht nur für den Besucher kulturell interessant, sondern auch für den Betreiber wirtschaftlich und für unsere Umwelt gesundheitlich interessant wird.